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Feuer zerstört Lager einer Tischlerei
Klosterfelde (MOZ) So einen Einsatz gibt es im Landkreis Barnim zum Glück nur selten. Gleich acht Wehren mussten ausrücken, um einen Brand in einer Tischlerei in Klosterfelde zu löschen. Dort standen ein Lager und eine Farbbehandlungsanlage in Flammen und drohten auf die Nachbargebäude überzugreifen. Erst nach Stunden war die Lage unter Kontrolle.
Von Oliver Köhler
Der Arbeitstag begann in der Werkstatt an der Rückerstraße in Klosterfelde wie gewohnt. Erst eine kurze Absprache zwischen Chef Joachim Fischer, den fünf Angestellten und den beiden Lehrlingen. Dann ging jeder an seine Aufgabe. Doch gegen 9.45 Uhr wurden die Tischler jäh unterbrochen. Flammen schlugen aus dem Lager, hüllten den gesamten Anbau bereits nach wenigen Minuten in eine dichte Rauchwolke.
"Als die ersten Fahrzeuge nach zehn Minuten eintrafen, stand das Lager bereits völlig in Flammen", berichtet Gemeindewehrführer Peter Jäger. Da sei nichts mehr zu retten gewesen. Zumal der Raum randvoll gefüllt mit Holzresten war und auch noch einen Sägespänebunker und eine Farbbehandlungsanlage beherbergte.
Die Löschversuche der 60 Kameraden aus acht Wehren beschränkten sich deshalb zunächst erst einmal darauf, ein Übergreifen auf die benachbarte Werkstatt, ein Bürogebäude sowie ein Wohnhaus zu verhindern. Hinzu kam ein Problem mit der Wasserversorgung. "Der Hydrant auf dem Gelände war schnell erschöpft", so Jäger weiter. Deshalb habe man einen zweiten Hydranten an der Straße anschließen müssen.
Erst als die Kameraden der Bernauer Feuerwehr mit einer Drehleiter vor Ort waren und den zeitweise meterhohen Brand von oben und mit Schaum bekämpfen konnten, schien man die Lage unter Kontrolle zu bekommen. Zudem entschloss sich die Einsatzleitung zu einem sogenannten Innenangriff, bei dem Kameraden mit Atemschutztechnik und schwerem Gerät durch die Werkstatt an das Feuer gelangen sollten. Das Dach des Anbaus war zu diesem Zeitpunkt bereits eingestürzt. Erst am späten Nachmittag war das Feuer endgültig gelöscht.
Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde die B 109 zeitweise voll gesperrt und der Verkehr umgeleitet. Ob aus der Farbbehandlungsanlage auch giftige Gase ausgetreten sind, konnte bislang jedoch nicht geklärt werden.
Zu der Brandursache konnte die Polizei gestern ebenfalls noch keine Angaben machen und verwies auf die kriminaltechnischen Untersuchungen. Werkstattbesitzer Joachim Fischer vermutet indes jedoch Funkenflug. Eine Säge könnte Metall getroffen haben und der dadurch entstehende Funke durch die Absauganlage weitergetragen worden sein, mutmaßt er und hofft, schon bald wieder arbeiten zu können. Ein wenig Hoffnung macht ihm zumindest Gemeindewehrführer Peter Jäger. Nach dessen Einschätzung sind zumindest die Werkstatt und die darin stehenden Maschinen intakt. Der Schaden beläuft sich nach ersten Erkenntnissen trotzdem auf rund 80 000 Euro.
Dienstag, 16. Juni 2009 (20:33)
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