BF-Tag 2008
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Berufsfeuerwehrtag 2008 der Jf Schönwalde (Barnim)

Am Samstag, dem 21.06.2008, war schon früh am Morgen reichlich Betrieb im Feuerwehrhaus. Bereits um 07:30 Uhr hieß es Dienstbeginn für die Jugendfeuerwehr, man wollte einen Berufsfeuerwehrtag (BF-Tag) veranstalten. Zu Beginn wurden durch die Organisatoren allgemeine Regeln, Hinweise und die erste Aufteilung der Fahrzeugbesatzungen bekanntgegeben.

Beginn       Organisatoren
Antreten zum Dienstbeginn                              Die Organisatoren: (v. l. n. r.) M. Zinke, A. Podschun, M. Funk

Im Anschluss gab es eine Auffrischung und spezialisiertere Einweisung zum Thema Unfallschutz und Gefahren der Einsatzstelle. Anschließend gab es für die Fahrzeugbesatzungen eine kleine Einweisung in die Fahrzeugbeladung und die Jugendfeuerwehrleitstelle wurde den Kindern erklärt. Die Leitstelle, sowie die Löschgruppen wurden zur Kommunikation durch den Ortsverband Bernau des Deutschen Amateur-Radio-Clubs e. V. unterstützt. Diese Kollegen stellten eine Funkverbindung zwischen den “Einsatzstellen” und dem Depot über eine Notfunkübung sicher.

JF-Ls  2008-06-21_Feuerwehr_02902 Antennenaufbau
Die Jf-Leitstelle                                      Die Funkstation des Leitstelle                     Aufbau der Antenne

Nach einem leckeren Frühstück folgte theoretischer und praktischer Unterricht im Thema Erste-Hilfe. Es wurden Druckverbände und die stabile Seitenlage geübt, wie man Verletzte mit einem Schock behandelt und viele weitere Sachen gelehrt und geübt.

Um 10:16 Uhr klingelte plötzlich das Telefon. Alle Kinder waren mit einem Mal mucksmäuschenstill, da sie ahnten, dass etwas passiert. Nur wenige Augenblicke darauf klingelte es ganz laut im Depot: “Einsatzalarm Löschgruppe II” und “Einsatzalarm Rettungswagen (RTW)”. Es ging zu einem Verkehrsunfall.

Vor Ort stellte sich eine schwierige Lage heraus, sodass die Löschgruppe I (LG I) durch den Einsatzleiter nachgefordert wurde. Ein Pkw war von der Straße abgekommen und beide Insassen verletzt. Durch die Löschgruppen und die Besatzung des RTW wurden die Patienten versorgt, bzw. das Fahrzeug gesichert.

Vku LG II Ankunft  Verunfallte   RTW Vku
LG II erreicht das Geschehen                     Die Insassen des verunfallten Pkw               Die Besatzung des RTW (hier als Zelt)

Zurück im Depot stand Knotenkunde auf dem Dienstplan. Zudem gingen wir kurz vor dem Mittagessen auf den Bolzplatz zum Fußballspielen. Gerade als die letzen Bissen des Mittagessen runtergechluckt waren, ertönte wieder ein Gong durch die Räume: Einsatz für die LG I. In der örtlichen Turnhalle hatten sich zwei Sportler verletzt und mussten behandelt werden.

Resp I  Resp II
eine stark blutende Schnittverletzung        ein offener Bruch des Schienbeines wird versorgt

Kurz nach dem Ausrücken der LG I gab es auch einen Einsatz für die zweite Löschgruppe. Es war ein kleines Feuer auf einem Industriekomplex zu löschen.

Feuer II  Funkwagen Funkwagen II02
Das Feuer wird bekämpft                          einer der Funkwagen der Funkamateure    die Funkstation im Wagen

Nach einem ersten Wechsel der Besatzungen, galt es am Nachmittag einen Flächenbrand zu bekämpfen. Dieser hatte sich auf dem Bolzplatz ausgebreitet.

Fläche I  Fläche II Fläche III
Die Brandbekämpfung                              eine Verunfallte Person wird versorgt        Zwischendurch konnten die Betreuer entspannen

Während des frühen Abends, einige Kinder kamen gerade vom Fußballspielen zurück, hallte ein weiterer Gong durch das Depot. “Brandbekämpfung Zugalarm” Das ließ die Kinder erstaunen, da nun alle Einheiten gefordert waren. Dementsprechend groß waren die Erwartungen. Vor Ort wurden zwei Personen in einem Keller vermisst, zudem galt es, ein Feuer zu bekämpfen. Die Personen wurden, u. a. nach kleinen Tipps der Betreuer, gefunden und versorgt. Bei diesem Einsatz kamen auch Jugendfeuerwehr-Atemschutzgeräte zum Einsatz, auf welche die Kinder schon recht heiß waren.

Suche I  Suche II02 Suche III

Nach dem Abendbrot, es wurde gegrillt, stand ein Videoabend an. Doch der währte nicht lang. Schon kurz nach Beginn hieß es ausrücken zum Einsatz, eine Ölspur war aufzunehmen. Ein Kleinlaster hatte aus einem transportierten Faß Öl verloren, welches mittels Ölbindemittel aufgenommen werden soll. (Anmerkung der Organisatoren: Als “Ölspur” wurde ein Gemisch aus Wasser und Schokopulver genutzt, welches den positiven Nebeneffekt des leckeren Geruches hatte; Als Ölbindemittel kam ein Säge-/ Hobelspangemisch zum Einsatz)
Aufgrund der Größe und Länge der Spur war dementsprechend ein großer Zeitaufwand nötig.

Öl I  Öl II Öl III
Die Ölspur hatte eine Länge von ca. 300 m                Auch unser Bindemittel musste gefegt werden         Es schien allen sichtlich Spaß gemacht zu haben!

Später am Abend konnte dann das Videogucken fortgesetzt werden. Doch gegen 22 Uhr gab es einen Alarm: “Auslösung Brandmeldeanlage (BMA) Industriegebäude” Sofort machten sich alle erwartungsvoll auf den Weg. Was die Kinder aber nicht wussten: Es handelte sich hierbei um einen Fehlalarm. Auch so etwas kommt bei einer Feuerwehr hin und wieder mal vor. Vor Ort wurde durch den Angriffstrupp und den Zugführer kein Feuer entdeckt, somit konnten alle wieder einrücken.

BMA
Zur Sicherheit wurde die Lage überprüft

Nachdem die Einheiten zurück waren, wurden rasch die Betten aufgebaut. Es war ja eigentlich schon Nachtruhezeit. Die Kinder waren auch mit dem Aufbau so sehr beschäftigt, dass sie nicht mal merkten, wie mehrere Feuerwehrmitglieder das Depot verließen. Sie bereiteten den letzten Einsatz des Tages vor. So hieß es um 23 : 15 Uhr, die Kinder wollten sich gerade Bettfertig machen, “Feuer Industriehalle, Personen vermisst”. Wiederum wurde zu dem vorherigen Objekt ausgerückt, erst dachte man es sei wieder ein Fehlalarm. Doch dann merkten die Kinder, dass da plötzlich Rauch war. Ein ganze Halle war verraucht. Es galt zwei Personen im dichten Qual zu finden, sowie ein Kind mit Schock zu versorgen. Alles wurde, trotz später Stunde, wunderbar gemeistert. Und selbst erwachsene Feuerwehrleute waren über den Einsatz, vor allem den Rauch erstaunt.

Feuer Lagerh I  Feuer Lagerh II Feuer Lagerh III
Die Tür wird vorsichtig geöffnet               Viel Rauch um nichts?                              Hier ein Eindruck des Rauches während des Lüftens

Nach diesem höchst eindrucksvollen Einsatz vielen die Kinder wahrlich ins Bett und schliefen bis morgens durch. Entgegen aller Erwartungen der Kinder wurden sie auch nicht mitten in der Nacht zu einem Einsatz geweckt. Die Betreuer wollten eben auch ihren Schlaf haben.

Um 8 Uhr am nächsten Tag standen die Kinder dann plötzlich putzmunter im Schulungsraum und wollten frühstücken. Von den Betreuern, die über Nacht geblieben waren ernteten sie nur ein kleines Kopfschütteln, da die Kinder eigentlich bis 9 Uhr ausschlafen konnten. Somit wurde der Tag bereits um 9 Uhr beendet, nachdem wieder alles aufgeräumt worden war. Alle Kinder hatten eine Menge Spaß und es tauchte vermehrt die Frage auf, wann denn wieder solch ein Ereignis stattfindet. Leider mussten die Betreuer die Kinder vertrösten, denn solch eine Veranstaltung benötigt viel Zeit zum geplant werden.

Abschliessend möchten wir uns nun noch bei folgenden Person, bzw. Firmen bedanken:

Firma Gollnau GbR KFZ-Recycling für das gesponsorte Fahrzeug (Verkehrsunfall)

bei Herrn Kraus und seinem Battminton-Team (Sportunfall)

Firma Schnorrenberg Chirurgiemechanik GmbH (Feuer auf Industriekomplex)

Familie Troll (Personensuche in Keller)

Firma Tischlerei Vogel (Säge- / Hobelspan für Ölspur)

Firma HORST BARTELT Kühlanlagen GmbH (BMA, Feuer Industriehalle)

 

sowie ganz besonders bei:

allen Kameraden der Feuerwehr Schönwalde und Schönerlinde für die Unterstützung durch Helfer und Fahrer

den Funkamateuren des deutschen Amateur-Radio-Club e. V. aus Bernau für die professionelle Unterstützung mittels Funktechnik

Frau Kuhn und deren Kollegen und Kolleginnen von der Johanniter Unfallhilfe e. V. für die Gruppe “Realistische Unfalldarstellung” und deren Arbeit zur Präparierung der Opfer

Den Ortswehrführungen aus Schönwalde und Schönerlinde für die problemlose Bereitstellung der Fahrzeuge

der Gemeindewehrführung und dem Ordnungsamt, namentlich Frau Müller, für deren Unterstützung während der Vorbereitungen

dem Stadtjugendwart der Jugendfeuerwehren Bernau, Herrn Marcel Haupt, für seine Beratungen und Tipps während der Vorbereitungen

Der Jugendfeuerwehr der Stadt Bernau für die ausgeliehen Jugendfeuerwehr-PA

der Fleischerei Guido Schneider für die Essenversorgung

dem Pressesprecher der Feuerwehr Schönwalde, Herrn Benjamin Pranz, für die umfangreiche Dokumentation

bei Stefan Ganzke (Fw Wuppertal) für die Beratungen zu den Einsatzszenarien

bei der Jugendfeuerwehr Rhein-Erft für die problemlose Bereitstellung der Planungsunterlagen

und vor allem bei: Harald Garz, Manuela Zinke und André Podschun der Fw Schönwalde für die Planung dieses Tages,

sowie bei allen Eltern!