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Geschichte der Feuerwehr Schönwalde (Barnim)
Im Jahre 1904 wurde die Freiwillige Feuerwehr Schönwalde ins Leben gerufen. In der Zeit davor bestand eine sogenannte „Feuerbereitschaft“, zu der alle Einwohner des Dorfes verpflichtet waren. Eine einfache Handdruckspritze und Wassereimer standen dabei für die Brandbekämpfung zur Verfügung. Gründungsbild aus dem Jahre 1904 Nach der Gründung wurde eine modernere, von Pferden gezogene, Handsaugdruckspritze angeschafft. Für diesen Kauf nahm der damalige Gemeindevorsteher Meinicke ein Darlehen von 1000 Reichsmark bei der Niederbarnimer Kreissparkasse auf. Die Spritze war mit den seinerzeit wichtigsten Gerätschaften zur Brandbekämpfung ausgerüstet und bot sechs Kameraden einen Platz zum mitfahren. Um bei Brandeinsätzen die Spritze transportieren zu können, wurde innerhalb des Dorfes ein Vorspanndienst eingerichtet. Jeder Bauer war dadurch jeweils für einen Monat verpflichtet, mit seinen Pferden die Feuerbereitschaft zu halten. Die Spritze war bis Anfang der dreißiger Jahre voll im Einsatz. Sie ist noch heute funktionstüchtig und im Besitz der Schönwalder Feuerwehr. Seit dem 01.01.2012 steht sie als Dauerleihgabe im Alten Spritzenhaus der Feuerwehr Berlin-Karow. Unsere Handsaugdruckspritze „damals & heute“ Ein weiteres Darlehen von 6500 Reichsmark, ermöglichte im Jahre 1906 den Bau eines Feuerwehrdepots. Das zu dieser Zeit schon sehr großzügig errichtete Gebäude wurde in den dreißiger Jahren um einen Trocken- und Steigeturm erweitert. Der Turm diente in erster Linie zur Trocknung der Feuerwehrschläuche und wird auch heute noch dafür verwendet, ebenso für Ausbildungszwecke. Aus damaligen Zeitungsberichten geht hervor, dass auch schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine ortsübergreifende Unterstützung der regionalen Wehren stattfand. Die Schönwalder Wehr war demnach an der Brandbekämpfung in vielen Nachbarorten beteiligt und konnte sich als zuverlässiger Partner etablieren. Sogar die technischen Gerätschaften wurden in den Jahren bis 1945 noch weiter verbessert. Die erste Motorspritze auf einem Anhänger mit Pferde-Vorspanndienst wurde ca. 1929 angeschafft. Etwa ein Jahr später konnte man schon ein Zugfahrzeug vom Typ „NAG“ für diesen Anhänger vorweisen, auf dem auch die Mannschaft Platz hatte. Damit war das „Pferdezeitalter“ in der Schönwalder Feuerwehr vorbei. Zeitungsausschnitt von 1935 (hier wird das erste Zugfahrzeug und der Bau des Trocken- und Steigeturmes erwähnt) Das erste komplette Löschfahrzeug mit tragbarer Motorspritze von Typ „Opel-Blitz / TS-8“ wurde 1942 in Betrieb gestellt. Überführung des Löschfahrzeuges im Jahr 1942 aus Jöhnstadt, Sachsen (kurze Rast am Völkerschlachtdenkmal in Leipzig) Schematische Zeichnungen eines ähnlichen Opel-Blitz / TS-8, 1942 (40er Jahre) Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges standen die Kameraden der Feuerwehr Schönwalde allerdings vor dem Nichts. Alle Bestände an Technik, Geräten und Ausrüstung waren vernichtet oder entwendet worden. Auch das Löschfahrzeug war nicht mehr vorhanden. Trotzdem war die Schönwalder Wehr in unserer Region eine der ersten, die ihre Arbeit wieder aufnahm. Aufopferungsvoll, in freiwilligen Arbeitseinsätzen, wurden eine alte Motorspritze und ein alter Anhänger als Gerätewagen aufgebaut. Es war nicht einfach. Selbst Ende der vierziger Jahre kam es zum Beispiel oft vor, dass die Kameraden in einem alten Pkw zur Brandbekämpfung ausrücken mussten. Viele Kameraden aus dieser Zeit arbeiteten noch lange Jahre in den aktiven Reihen der Schönwalder Wehr mit. Zu Ihnen gehörten unter anderem die Kameraden Willi Braune, Franz Vogel, Otto Kroggel, Werner Pflugradt sen., Otto Melzow und Gerhard Mallabar. Sie haben wesentlich das Gesicht unserer Wehr geprägt. 1950 wurde schließlich vom Rat des Kreises Bernau ein komplett aufgebauter Tragkraftspritzenanhänger (TSA), bestückt mit den wichtigsten Gerätschaften zur Brandbekämpfung, der Schönwalder Feuerwehr übergeben. Zur Bewegung dieses Anhängers war wiederum die Einrichtung eines Kfz-Vorspanndienstes nötig. Der TSA beim 50. Jubiläum im Jahre 1954 (mit geborgtem Zugfahrzeug) Aus Mitteln, die von den Kameraden in freiwilligen Einsätzen erarbeitet wurden (z.B. beim Verlegen von Rohrleitungen) konnte im Jahr 1956 ein altes Fahrzeug vom Typ „Opel“ (Baujahr 1935) angeschafft werden. Es wurde zu einem brauchbaren Mannschaftstransport- und Zugfahrzeug umgebaut. Es wurde bis 1964 genutzt und musste dann, aufgrund eines Rahmenbruchs, aus dem Verkehr gezogen und stillgelegt werden. Die Kameraden beim „Geld verdienen“ (60er Jahre) Der Kfz-Schein des alten Opel (1959 – 1964)  Noch im gleichen Jahr übergab der Rat des Kreises ein komplettes Löschfahrzeug von Typ „K30-Garant“ (Baujahr 1956) an die Schönwalder Wehr. 1978 wurde es durch ein Löschfahrzeug neuerer Bauart vom Typ „LF-LKW-TS8“(LO 1800 ROBUR) inkl. einem Schlauchtransportanhänger (STA) ersetzt. Zur Ausrüstung dieses Fahrzeuges gehörten dann auch Funkgerät und Druckluftatemgeräte. LF-LKW-TS-8 (LO 1800 ROBUR) In den darauf folgenden Jahren bis Ende 1989, wurden der Schönwalder Wehr zur Absicherung ihrer Einsatzbereitschaft weitere Technik und Gerätschaften übergeben. Dazu zählten u.a. ein neues LF 8-TS 8 auf Basis eines Robur LO 2002 A, ein Tragkraftspritzenanhänger (TSA), ein Motorrad und eine Kettensäge. Nach dem Mauerfall wurde 1990 ein Tanklöschfahrzeug neuerer Bauart vom Typ „TLF 16-W50“ an die Schönwalder Wehr übergeben. Dieses war zur damaligen Zeit auf dem nicht weit entfernten DDR- Regierungsobjekt „Schloss Dammsmühle“ stationiert und wurde dort nach der Wende nicht mehr genutzt. ein baugleiches TLF 16-W50 bei einer Schauvorführung (90er Jahre) In den nächsten Jahren wurde weiterhin ein Kleinlöschfahrzeug vom Typ „KLF B1000/Barkas“ angeschafft, welches hauptsächlich der Jugendfeuerwehr zu Ausbildungszwecken diente. Mitte der neunziger Jahre wurde vom Amt Wandlitz ein Investitionsplan zur Erneuerung der Feuerwehren des Amtes erstellt und glücklicherweise auch beschlossen. Nach und nach konnten so alle Ortswehren zeitgemäß ausgerüstet und modernisiert werden. Zum Ende der neunziger Jahre wurde das Gerätehaus in Schönwalde für Technik und Mannschaft langsam zu klein. Im August 1997 konnte schließlich der Grundstein für einen Anbau gelegt werden. Damit verbunden war ebenfalls die Sanierung des alten Depots mit Steige- und Trockenturm. Ein Jahr später konnten wir unser umgebautes und saniertes Gerätehaus samt Anbau beziehen. Jetzt war es endlich möglich, unsere Ausrüstung und unsere Fahrzeuge fachgerecht unterzubringen. Ein größerer Schulungsraum sowie zusätzliche Umkleide und Sanitärräume waren ebenfalls ein Ergebnis dieser Baumaßnahme. Investiert wurde aber auch in die Technik. Im November 2002 erhielt die Schönwalder Wehr ihr erstes neues Tanklöschfahrzeug vom Typ TLF 16/46. Unsere Gemeindevertretung ermöglichte es ebenfalls, Gelder für ein neues Mannschaftstransportfahrzeug bereitzustellen. Dieser MTW vom Typ Mercedes Vito konnte im Juni 2003 in Empfang genommen werden. Aus taktischen Gründen wurde im Dezember des gleichen Jahres ein neuwertiges Löschgruppenfahrzeug nach Schönwalde überstellt. Dieses LF 8/6, wurde zuvor bei der Feuerwehr Basdorf eingesetzt. Es ersetzte das LF 8-TS 8. Im Dezember 2008 wurde der Feuerwehr Schönwalde ein hydraulisches Rettungsgerät übergeben. Damit begann eine neue Ära in unserer Feuerwehr, wir können somit nun qualifizierte, technische Hilfeleistung bei Unfällen leisten. Die Ausrüstung wird fortwährend ergänzt, dazu zählt z.B. Unterbaumaterial zum Sichern von Fahrzeugen. Im Zusammenhang mit der Anschaffung einer Drehleiter, welche in Basdorf stationiert wurde, gelangte ein TLF 16/25 zu uns. Das TLF 16/46 wurde dafür nach Zerpenschleuse umgestellt. Um einerseits das LF zu entlasten und um andererseits alle Komponenten der technischen Hilfeleistung zu vereinen, wurde das TLF mit den entsprechenden Gerätschaften ausgerüstet. Nun passen auch LF und TLF optisch zusammen. Die Optik wurde im Dezember 2011 vervollständigt: Nach einer Idee eines Kameraden erhielt der MTW eine an das LF/TLF angelehnte Beklebung. Nun passen alle drei Einsatzfahrzeuge optisch zusammen. Das Jahr 2012 war ein Jahr der Neuanschaffungen. Zum Jahresbeginn wurde uns ein Eisrettungsset übergeben. Im Sommer erhielten wir den bereits heiß ersehnten, neuen Außenbordmotor für unser Rettungsboot. Dieses Wurde zudem aufgefrischt. Als Nikolausgeschenk erhielten wir einen Rettungszylinder als Ergänzung unseres Rettungsgerätes. In den Jahren danach erfolgten kleinere Anschaffungen, wie zum Beispiel Rollgleiter zum bewwegen verunfallter Autos, Digitalfunkgeräte oder ein Gasmessgerät. Im Dezember 2015 wurde unser Rettungsboot durch das größere Boot aus Wandlitz ersetzt. Die Kameraden in Wandlitz erhielten dafür ein neues. Unser kleines findet nun in Lanke eine Verwendung. Parallel dazu wurden 2015 auch neue Helme beschafft, sodass wir nun mit einer neuen Generation neongelber Helme mit integrierter Arbeitsflächenbeleuchtung ausgestattet sind. Im Dezember 2016 war die Weihnachtsfeier nun endlich das Highlight des Jahres. Hier wurde offiziell unser neues MTF ein Kleinbus auf Basis eines Volkswagen T6, an uns zur Nutzung übergeben. Die Suche nach einem Nachfolger gestaltete sich aufgrund unserer Garagenproblematik sehr schwierig, mit dem neuen MTF konnte aber ein passender und mehr als würdiger Nachfolger gefunden werden. Übrigens: Unser altes TLF 16 GMK findet mittlerweile seinen Nutzen bei unserer Partnerwehr in Zootzen- Damm (Stadt Friesack): Text: Kam. Ströhmann, Schneidewind und Podschun Bilder: Archiv/A. Podschun
Feuerwehr Schönwalde (Barnim)
Gemeinde Wandlitz
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